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25 Jahre Deutsch-Italienische Gesellschaft in Oldenburg Das Sommerfest 2009 als Höhepunkt im Leben der DIG Zwischen dem meteorologischen Tief am Sonnabend und am Montag stand das Hoch am Sonntag, dem 26. Juli 2009: das Fest der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Oldenburg anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens bei prächtigem Sommerwetter. Ein Pendant zum allgemeinen Hoch bot uns beim Empfang das festlich geschmückte Interieur des eleganten Landhauses Etzhorn. Hier führte nach einem lockeren inoffiziellen Teil, in dem unsere Mitglieder Angelika und Johannes Dubbel uns mit ihren Zauberkünsten faszinierten, das bezaubernde Spiel einer Pianistin und Flötistin mit sorgfältig ausgewählten Stücken und gekonnter Durchführung hinüber zum offiziellen Teil: zur Begrüßung der Gäste, besonders Herrn Martin Schumachers, des Vertreters der Stadt Oldenburg, Frau Dörthe Klahn-Nolls, der Vertreterin der Vereinigung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Deutschlands, die aus Lübeck angereist war, und der kleinen Delegation unserer Nachbargesellschaft aus Bremen. Im Mittelpunkt stand jedoch die Ehrung derer, die vor 25 Jahren den entscheidenden Anstoß zur Gründung gegeben hatten und nun vom jetzigen Vorsitzenden als "Gründungsmütter" und -"väter" mit einer Anstecknadel in den Farben Deutschlands und Italiens ausgezeichnet wurden. Gern erinnerte er dabei an die Verdienste der ersten Vorsitzenden der Gesellschaft, Frau Heidedore Drews, die bis zu ihrem Tode die Entwicklung der Gesellschaft aufmerksam verfolgte; dann jedoch besonders an die Meriten des jetzigen Ehrenvorsitzenden Dr. Ottheinrich Hestermann, der, umsichtig unterstützt von seiner Ehefrau Dietlinde, zehn Jahre lang die Gesellschaft leitete und diese bald mit kräftiger Hilfe der Frauen und Männer der Frühzeit der Gesellschaft zu einer beachteten kulturellen Institution mit mehr als 200 Mitgliedern führte.
Italienische Musik im Hintergrund erfreute diejenigen, die drinnen im Festsaal die erlesenen Speisen und Getränke genossen. Viele der Gäste strebten jedoch bei den sommerlichen Temperaturen hinaus, und da waren sie: mehr als 90 Freunde Italiens in dem eleganten Ambiente des Landhauses, Kaffee trinkend unter den schützenden Sonnenschirmen auf geräumiger Terrasse oder sich an weiß gedeckten Tischen im Garten ergötzend an stärkenden Speisen und erfrischenden Getränken im Schatten der weit ausladenden Magnolie, die, passend zu unserem Fest, eine zweite Blüte hervorgebracht hatte, alle in festlicher Kleidung, mit fröhlichem Lachen, in angeregten Gesprächen, kurz: in Hochform. Selten, so meinte man allenthalben, habe die DIG Oldenburg ein solch gesellschaftliches Hoch erlebt. Dem stimmten auch die zu, die vor 25 Jahren bei der Gründung dabei gewesen waren und jetzt an die dachten, die aus den verschiedensten Gründen nicht am Fest teilnehmen konnten; man erinnerte sich daran, welche Triebkraft diese und andere vor mehr als 20 Jahren der Gesellschaft mitgegeben haben, und äußerte die Hoffnung, dass diese durch stetige Integration jüngerer Mitglieder nicht so bald schwinden möge, sondern dass vielmehr das Hoch, zu dem die Gesellschaft durch aktive Mitglieder empor geführt wurde, sich als Dauerhoch festsetzen möge.
Schon war seit geraumer Zeit die Sonne untergegangen, als schließlich im lichten Dunkel einer hellen norddeutschen Sommernacht die späten Gäste noch einmal mit dem letzten Glas Wein ihren Brindisi aussprachen auf den gelungenen deutsch-italienischen Festtag. Der Vorsitzende dankt allen Teilnehmern, allen Helfern bei der Organisation und nicht zuletzt unseren Mitgliedern Birgit und Lothar Kotzias, den Betreibern des Landhauses, die uns mit köstlichen (biologisch reinen) Speisen und Getränken verwöhnt haben. Theodor Douwes Fahrt nach Worpswede am 27.08.2011 Das diesjährige Ziel unserer Tagesfahrt war Worpswede, Themenschwerpunkt ist der Maler Heinrich Vogeler. Am Vormittag stand zunächst die Führung durch das Museum Große Kunstschau auf dem Programm. Das Gebäude wurde von Bernhard Hoetger (Bildhauer, Maler, Architekt) 1927 errichtet; der Bereich moderne Malerei wurde 2010/11 umgestaltet und wieder eröffnet. Auch das Kaffee Worpswede (im Volksmund "Kaffee Verrückt" genannt) ist von Hoetger im Jahre 1925 als Café und Kunstzentrum erbaut worden, ein expressionistischer Fachwerk-/Ziegelbau. Im Inneren des Cafés steht mitten im Gastraum die "Weltesche", eine Holzplastik mit vier ausladenden Armen. Hier verwöhnten wir uns dann später mit einem Antipasti-Teller, einem wahren Augen- und Gaumenschmaus. Gezeigt werden in der Großen Kunstschau die "alten Worpsweder" (Malerei, Skuptur) sowie auch moderne Kunst. Herr Balke, ein Maler aus Worpswede, führte uns sehr kenntnisreich durch die Ausstellung und verschaffte uns einen Einblick in die Kunstszene der alten Worpsweder, deren Malerei anfänglich vor allem bei Münchner Kunsthändlern Anklang fand: "Von Bergen und Almen wollte man nichts mehr wissen. Da war die Landschaft um das Teufelsmoor doch mal etwas Neues." Von den Anfängen der Künstlerkolonie bis heute erläuterte er Stilrichtungen, machte uns versteckte Bildinhalte deutlich, wies hier auf die Geschichte eines Bildes hin und dort auf die Ausdruckskraft der Farben. Nach den teilweise sehr verspielten Bildern Heinrich Vogelers ist die moderne Kunst fast ein Schock. Aber auch hier wusste unser Führer Interessantes über die Maler, Entstehung der Bilder und Farbwahl zu berichten. Wir hörten gebannt zu, zahlreiche Fragen wurden ausführlich und mit nicht erlahmendem Enthusiasmus beantwortet. Sein umfangreiches Hintergrundwissen hat uns eine sehr lebendige Führung "beschert". Wir waren restlos begeistert! Am frühen Nachmittag erwartete uns Berit Müller, eine Urenkelin von Heinrich und Martha Vogeler, zu einer fachkundigen Führung im Haus im Schluh mit persönlichen Einblicken in das Leben ihrer Urgroßeltern. Martha Vogeler, die erste Ehefrau des Malers, hatte dieses Haus nach ihrer Trennung von Heinrich gekauft und als Pension und Weberei zusammen mit ihrer Tochter geführt. Beide Erwerbszweige existieren auch heute noch. Zum Ausklang erwartete uns eine Kaffeetafel im Café Scheibner. Daran anschließend blieb noch ein Stündchen Zeit für einen (Einkaufs-)Bummel durch Worpswede. In den zahlreichen kleinen Geschäften gibt es für jeden Geschmack etwas. Alles ist ansprechend dekoriert, und insbesondere unsere Damen sind entzückt über diese unverhoffte Gelegenheit, ein paar Kleinigkeiten zu erstehen. Tücher werden begutachtet, Seifen, Kerzen, Dekoartikel ... , ein Schoko-Lädchen bietet eine ungeheure Vielfalt von süß bis bitter. Vielleicht sollte man schon an Weihnachten denken? So manche Tüte wird später im Bus präsentiert. Alle sind sich einig: Worpswede war ein lohnender Ausflug! Monika Rupprecht |


